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Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Unser Dorf

Willkommen auf der Startseite zum Hessischen Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft", dem Landesentscheid zum Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Eine allgemeine Einführung zu dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" finden Sie nachfolgend.

Information zu den vergangenen Wettbewerben einschließlich der Richtlinien etc. erhalten Sie im Archiv!

Einführung
Worum geht es in dem Wettbewerb?

Mit dem Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" werden besonderes Engagement und außergewöhnliche Beiträge zur zukunftsfähigen Entwicklung der hessischen Dörfer herausgestellt. Orte mit dörflichem Charakter werden angesprochen, ihren eigenen Lebensraum eigenverantwortlich mit zu gestalten und damit die Lebensqualität für alle auf Dauer zu sichern. Der Wettbewerb geht dabei von der Unverwechselbarkeit eines jeden Ortes aus. Grundlage der Bewertung der Wettbewerbsbeiträge ist eine möglichst ganzheitliche Betrachtung des Lebensraumes Dorf.

Warum gibt es den Wettbewerb?
Seit dem Gründungsjahr 1958 ist der Wettbewerb ein Angebot an die Bewohnerinnen und Bewohner ländlich strukturierter und geprägter Dörfer, Veränderungen in ihrem Gemeinwesen nicht nur "zu erdulden" sondern initiativ mit zu gestalten. Die Ausrichtung des Wettbewerbs und seine Schwerpunkte wurden dabei den strukturellen Veränderungen der vergangenen Jahrzehnte angepasst.
Die gegenwärtigen Herausforderungen liegen u. a. in der Sicherung der  Infrastruktur (z.B. durch neue Trägermodelle), in einem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen, in der Entwicklung der Ortskerne unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und des zunehmenden Gebäudeleerstandes, in dem Aufbau wohnstättennaher (Teil-) Arbeitsplätze, in Bemühungen einer sozialen Integration statt Separierung, in der Einbindung des Ortes in regionale Entwicklungen etc.

dorf3-200An wen richtet sich der Wettbewerb?
Der Wettbewerb richtet sich zunächst an die Bewohnerinnen und Bewohner aller "räumlich geschlossenen Orte mit überwiegend dörflichem Charakter bis zu 3.000 Einwohnern". Die Gemeinden und Städte reichen den achtseitigen Antrag beim jeweiligen Landkreis, Bereich Dorf- und Regionalentwicklung, ein. Um annähernd vergleichbare Ausgangsbedingungen zu schaffen wird zwischen zwei Bewertungsgruppen unterschieden: Die Gruppe A umfasst alle anerkannten Förderschwerpunkte des Dorferneuerungsprogramms ab dem dritten Jahr. Die Gruppe B nimmt alle übrigen Orte auf.

Der Wettbewerb geht davon aus, dass im Zusammenwirken von Kommunalpolitik und -verwaltung und der Eigeninitiative der Bewohnerinnen und Bewohner vielfältige Möglichkeiten liegen, die Lebensqualität im Dorf zu sichern und zu stärken. Der Wettbewerb knüpft dabei insbesondere an dem Alltagswissen und den Kompetenzen der Dorfbewohner an. Er setzt auf ihre Eigeninitiative und unterstellt den Wunsch, eigenverantwortlich zu agieren.

Wie verläuft der Wettbewerb?
Der Hessische Wettbewerb wird als Regionalentscheid und im Folgejahr als Landesentscheid ausgelobt. Die Anzahl der teilnehmenden Orte (i.d.R. zwischen 200 - 300) entscheidet über die Ausgestaltung der Regionen. Sie umfassen unter Berücksichtigung der Vergleichbarkeit einen oder mehrere Landkreise. Im dritten Jahr findet unter Teilnahme der Landessieger der Bundesentscheid im Rahmen des Wettbewerbes "Unser Dorf hat Zukunft" statt.

Wer ist verantwortlich für den Wettbewerb?
Träger und Auslober ist das für die Dorfentwicklung zuständige Fachministerium, das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung. Die Umsetzung liegt verantwortlich beim Regierungspräsidium Kassel und auf regionaler Ebene bei den Landräten.

Was wird wie beurteilt?Dorf1-200
Schriftliche Ausführungen dokumentieren und Ortsrundgänge veranschaulichen der Kommission das besondere Engagement und die außergewöhnlichen Beiträge zur zukunftsfähigen Entwicklung der hessischen Dörfer. Dabei wird eine möglichst ganzheitliche Betrachtung des Ortes vorgenommen. Den Ausgangsbedingungen, z.B. der räumlichen Lage, wird dabei ebenso Rechnung getragen wie den zurückliegenden Aktivitäten als auch den auf die Zukunft ausgerichteten handlungsleitenden Visionen.

Das Bewertungssystem umfasst fünf Teilaspekte bei einer max. Punktvergabe von 100 Punkten. Die fünf Hauptkriterien sind:

  1. "Allgemeine Entwicklung“
  2.  "Bürgerschaftliche und wirtschaftliche Aktivitäten"
  3.  "Baugestaltung und -entwicklung"
  4.  "Grüngestaltung und -entwicklung"
  5.  "Dorf in der Landschaft".

Zahlreiche Unter- und Teilkriterien ermöglichen die Wettbewerbsbeiträge als Ergebnisse dörflichen Handels und die damit erzielten Wirkungen zu erfassen. Die Broschüre - 35. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2014/2015. Richtlinie und Empfehlungen - hilft dabei.
Eine zeitgemäße Aufmerksamkeit erfahren ab 1993 die örtliche Eigeninitiative und Selbstorganisation durch eine Ausdifferenzierung des 2. Hauptkriteriums und durch eine angehobene Bepunktung. Auch das kommunale Engagement wird verstärkt unter dem Hauptkriterium 1. beachtet.
Wer beurteilt?
Interdisziplinär zusammengesetzte Kommissionen mit fünf bzw. sieben Personen bewerten die Beiträge und die Dörfer auf ihrem Weg in die Nachhaltigkeit.

Worin liegt der Erfolg?
dorf2-200Der Erfolg misst sich zum einen in den konkreten örtlichen Projekten. Diese sind im Sinne der Richtlinien im Grundsatz unbegrenzt und umfassen alle Lebensbereiche. Doch nicht nur die offensichtlich wahrnehmbaren Veränderungen wie Grünmaßnahmen sind Anzeiger für eine erfolgreiche Teilnahme. Gleichermaßen sind es die zahlreichen insbesondere sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Wirkungen, die das Miteinander und die vielfältige Zusammenarbeit hervorrufen. Auch die Kommune profitiert davon: Das ehrenamtliche Engagement trägt in nicht unerheblichen Maße dazu bei, (1) Kosten der Kommunen zu sparen und (2) Dienstleistungen anzubieten, die ansonsten nicht angeboten würden.

Fotos: RP Kassel

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